Nordspanien

Nordspanienrundfahrt vom 05.05.2004 bis 22.05.2004

Karte vom Nordspanien - 2004

Die Anfahrt nach Nordspanien führt uns zuerst nach Kirchentellinsfurt  wo wir bei meiner Schwester und Ihrer Familie übernachteten. Mit dem Theaterbesuch in Stuttgart brachte ich ein schon etwas älteres Geburtstagsgeschenk für Anni ein. Wir sahen eine der letzten Vorstellungen von Phantom der Oper in Stuttgart.


Am nächsten Tag brachen wir sehr früh auf und erreichten gegen Abend unser Übernachtungsziel, den Campingplatz La Tama in Le Cap d'Agde südwestlich von Montpellier, Südfrankreich.

Auf der Autobahn über Narbonne, Toulouse, vorbei an Lourdes, Pau bis zur Ausfahrt Nr. 7 wurden wir von starkem Wind begleitet. Deshalb überquerten wir die schneebedeckten Pyrenäen nicht schon ab Höhe Pau.




Canterbury Museum


Puerto de Ibañeta


Dafür sahen wir den beeindruckenden Grenzort St. Jean-Pied-de-Port, wo wir nicht anhielten, denn wir wollten so schnell wie möglich nach Spanien. Noch in Frankreich sahen wir schon die ersten "Jakobswegpilger". Leichte Schneeflocken begrüßten uns in Ibaneta.

Vorbei an Pamplona erreichten wir gegen Abend unseren Campingplatz El Molino in Mendigorria. Unsere warmen Schlafsäcke waren erforderlich, denn zum Wechsel Bewölkung und Sonnenschein gab es konstant kalten Wind. Selbst der rauschende Río Ega konnte uns in dieser Nacht nicht stören.

Pamplona und Umgebung

 Burgmauer von Artajona 


Am nächsten Tag machten wir eine interessante Rundreise. Schon nach 8 km hatten wir die beeindruckende Burgmauer von Artajona gefunden. Unseren ersten mit Steinfiguren verzierten Torbogen fotografierten wir mit der Wehrkirche San Saturnino.




Schloss von Olite


Burg von Javier


Das sehenswerte Schloß von Olite war unser nächstes Ziel. Durch herrliche Berglandschaft, verziert mit Windrädern, führte unser Weg weiter nach Sangüesa. Von einer Christusfigur hoch über der Stadt wurden wir begrüßt. Bekannt ist Sangüesa hauptsächlich wegen der Türfassade an der Kirche Santa Maria.

Obwohl die Burg von Javier gerade (oder immer noch) renoviert wurde, war ein Abstecher dorthin lohnswert. Der Ort ist Anfang März Ziel zweier nach Geschlechtern getrennter Wahlfahrten. An einem Sonntag findet die Wahlfahrt der Männer statt, am darauf folgenden Sonntag die der Frauen.......




Santa Maria


Foz de Lumbier


Am Weg nach Pamplona liegt die Ruinenstadt der Villa Romana. Von den Ruinen war nicht viel zu sehen, aber der Blick in die gegenüberliegende Schlucht entschädigte für die erste Entäuschung. Den Zugang zu dieser Schlucht namens "Foz de Lumbier" erreichten wir von Lumbier aus. Die Wanderung führte durch zwei ehemalige Eisenbahntunnels immer am Fluß entlang.


Spanien - Nordspanien - Wahrzeichen von Pamplona?!? Wahrzeichen von Pamplona?!?

Selbst die Fahrt in die Innenstadt von Pamplona war sinnvoll. Die Stadt ist in den letzten Jahren sicherlich stark gewachsen. Umgeben vom relativ neu erbauten Außenbezirken ist die Innenstadt ähnlich wie manche deutschen Innenstädte. Besonders sehenswert war jedenfalls das Rathaus.

Die Weiterfahrt am 07.05.04 führte wieder durch den bekannten Ort Puente la Reina. Bekannt ist dieser Ort hauptsächlich wegen der alten Steinbrücke, die extra für Jakobswegpilger erbaut wurde.

Ein Rundgang durch Estella zeigte die Rückstände der Römer und den Wohlstand, der durch den Jakobsweg bedingt ist.




Brücke bei Puente la Reina


Estella


Burgos

Der Campingplatz Fuentes Blancas in Burgos befindet sich am Ufer des Río Arlanzón. Um den Campingplatz waren sehr viele Fußgänger, Radfahrer und auch Jogger zu sehen. Erstaunlich war, dass jede Gruppe ihren eigenen Weg parallel zum Río Arlanzón hatte.





El Cid


Fuentes Blancas


Spanien - Nordspanien - Burgos - Santa Maria Bogen Santa Maria Bogen


Ein großes Einkaufszentrum im Süden, etwas außerhalb von Burgos, bot alles was wir benötigten, sogar Dorados für unser Abendessen. Die Nacht zum 08.05.2004 war eiskalt. Am Morgen kam die Sonne und keine einzige Wolke war zu sehen. Die Sehenswürdigkeiten von Burgos waren nur 3 km vom Campingplatz entfernt.

Angefangen mit der Estatua del Cid, dem Santa Maria Bogen und der beeindruckenden Kathedrale besichtigten wir einige Gebäude und viele Schaufenster der unterschiedlichsten Geschäfte (denn Anni war auch dabei).

Vom Aussichtspunkt unterhalb der Burg konnten wir dann vergleichen welche Gebäude, hauptsächlich die vielen Kirchen, wir vergessen hatten.

Auch bei unserer Spanienrundreise 2015 waren Burgos und Umgebung die ersten Anlaufpunkte.



 Burgos - Kathedrale 

León

Als wir am 09.05.2004 unser Zelt abbauten gab es die erste Überraschung. Der rechte Reifen war fast platt und das an einem Sonntag. Ob der Reifen beschädigt war konnten wir nicht feststellen, deshalb wurde er an der nächsten Tankstelle aufgepumpt und sollte vorerst nur als Ersatzreifen dienen. Ein bischen Risiko muss schon sein. Vom Vorhandensein einer neuen Autobahn nach León waren wir angenehm überrascht, da diese in unserer preislich herabgesetzten Landkarte nicht eingezeichnet war.

Da wir in der Nähe des Luxushotels PARADOR DE LEÓN einen Parkplatz fanden begann unsere Stadtbesichtigung bei diesem beeindruckendem Gebäude.




Plaza de la Inmaculada


Kathedrale von León


Ein Kreisverkehr im Stadtzentrum führt häufig um ein Denkmal, wie hier oder um einen Springbrunnen.

Spanien - Nordspanien - Casa de Botines Casa de Botines

Bei unserer Reise nach Portugal besuchten wir auch wieder León und natürlich war der Bereich um die Kathedrale der Hauptanziehungspunkt.

Die Stadt León hat dieses Bauwerk dem Talent des Architekten Gaudí zu verdanken. Das Gebäude hat Fassaden zu vier Straßen hin mit einem Turm an jeder Ecke.

Bei leichtem Nieselregen, der uns den ganzen Tag nicht verließ, war die Besichtigung von León relativ schnell abgeschlossen.


Der Weg der Jakobs-Pilger war mit unten angezeigten Zeichen markiert.

Da der Regen auch bei der Weiterfahrt unser ständiger Begleiter war, fuhren wir auf dem schnellsten Weg ans Meer.

Unser Weg trennte sich von den tapfer im Regen wandernden Pilgern, die Richtung Lugo unterwegs waren.

Bayona

Auf dem Campingplatz Bayona Playa in Bayona, südlich von Vigo wurden wir für das relativ schlechte Wetter mit Sonnenuntergang entschädigt.

 Ausblick vom Campingplatz 

Der nächste Tag (10.05.2004) war ein reiner Erholungstag, jedoch mit kleinen Überraschungen. Eine Ebbe mit so einem Ausmaß hatten wir bisher noch nicht gesehen.




Ebbe


Fortaleza de Bayona


typische Meeresküste


Gleich bei der Tankstelle in Bayona gibt es eine Reifenwerkstatt. Der Trailerersatzreifen war direkt neben dem Ventil defekt. Die nächste Überraschung war der Preis von 3,45 Euro für Arbeit und neuen Schlauch. Unser Nachmittagsspaziergang führte zum Kastell Fortaleza de Bayona.


A Guarda und Tui

Der Ausflug nach A Guarda an die portugisische Grenze war lohnswert. Der Hinweg führt immer am Meer entlang. Insbesondere der Monte Santa Tecla war war einen Besuch wert. Nicht nur die Anlagen der Christen, sondern auch die der Kelten waren sehenswert, sowie der fantastische Ausblick auf das Meer und den Río Minho, den Grenzfluß zu Portugal.




Blick auf A Guarda


Keltensiedlung


Kathedrale von Tu


Der "Keltenberg" Monte Santa Tecla bietet auch eine teils rekonstruierte Keltensiedlung. Die Kelten nutzten diese isolierte und geschützte Lage zur Anlage eines Dorfes. Unübersehbar thront die "Kathedralenburg" über "Tui". Unseren Bummel zur Kathedrale durch die engen Gassen unterbrachen wir für eine lange Kaffeepause.

Die Rückfahrt nach Bayona führte uns über die Berge mit einem herrlichen Ausblick auf das Meer und die Gegend um Bayona. Auf dem Campingplatz genossen wir wieder einen herrlichen Sonnenuntergang.

Santiago de Compostella und Umgebung

Die Weiterreise am 12.05.2004 zum Campingplatz Punta Batuda in der Nähe von Noia führte am Castro de Barona vorbei.

Castro de Barona



Blick auf Castro de Barona


Castro de Barona


Die Keltensiedlung liegt direkt am Meer und ist vom Gasthaus Hospedaje O´Castro nach kurzer Waldwanderung zu erreichen. Im Gasthaus war wegen der kostenlosen Parkmöglichkeit eine kleine Einkehr angebracht. Wir wurden wie überall in Nordspanien freundlich und gut bedient.

Camping Punta Batuda bei Noia

Zumindest um diese Jahreszeit war dies einer der schönsten Campingplätze in Nordspanien.

Der Abendausflug nach Noia war sehr kurz. Obwohl ich diesbezüglich eigentlich übervorsichtig war und bin, hatte ich meine Geldbörse im Trailer vergessen. Wegen dieser Unruhe sahen wir auch nur die Kirche und den übervölkerten Stadtpark und dann mussten wir zurück zum Campingplatz. Noch einmal Glück gehabt!

Bei unserer Nachmittagsspazierfahrt über Noia, an der Westküste entlang bis Ezaro, sahen wir teilweise herrliche Berg- und Küstenlandschaft.


Carnota

 Kirche in Carnota 

Die Praia de Carnota war der ausgedehnteste Strand, den wir auf unserer Reise sahen. In Carnota wurden wir vom Touristbüro mit allen möglichen Karten und Prospekten ausgestattet.

Warum wir ausgerechnet den berühmten Hórreos de Carnota nicht fotographierten bleibt unser großes Geheimnis.


Spanien - Nordspanien - Ausblick vom Mirador de Ezaro Ausblick vom Mirador de Ezaro

Ezaro



Der herrliche Ausblick vom Mirador de Ezaro entschädigt für eine kurvenreiche Bergfahrt.


Der Rückweg nach Noia führte durch die Berge.


Besonders beeindruckt war ich von den mit gelben Blumen überwucherten Bergen, Ginster und ähnliche Arten.


Santiago de Compostella



Kathedrale


von Plaza del Obradoiro


Die Strasse von Noia nach Santiago de Compostela war sehr gut ausgebaut. Der Tipp in unserem Reiseführer Nordspanien, Michael Müller Verlag, bezgl. der preisgünstigen Tiefgarage war sehr gut. Die Parkmöglichkeit befindet sich unter dem Informationscenter in der Plaza de Galizia.




Colegio de San Jerónimo


Pilger


Ein kurzer Spaziergang führt zur Hauptsehenswürdigkeit und Ziel aller Jakopswegpilger, der Kathedrale. Interessant waren aber auch die unterschiedlichsten Geschäfte in den engen Gassen, die irgendwo immer bei einer Kirche enden.

La Coruna

Unser Weiterreise am


auf der Autobahn nach La Coruna war verhältnismässig kurz.



Die Stadt wirkte irgendwie anders als die bisher gesehenen Orte in Spanien. Nur die Altstadt, bestückt mit Kirchen, ist mit anderen Städten vergleichbar. Die zahlreichen Hochhäuser mit ihren Glasfasaden waren aber unterschiedlich und auch nicht immer schön.




Glasfasade in La Coruna


Town Hall of La Coruña


Aber schön angelegt sind die beiden Parks Rosaleda und Jardines de Méndez Nunéz. Unser kurze Besichtigungstour führte immer mit Blick aufs Meer zur Plaza María Pita.


Spanien - Nordspanien - Castillo de Santa Cruz Castillo de Santa Cruz


Im Nachbarort Santa Cruz hatten wir einen ruhigen Campingplatz gefunden. Erst beim Jogging entdeckte ich was es noch zu besichtigen gab.

Bei unserem Abendspaziergang gelangten wir über einen Holzsteg zum Castillo de Santa Cruz. Von dort konnten wir einen herrlichen Sonnenuntergang über La Coruna geniesen.


Oviedo


Die Weiterfahrt am 15.05.2004 Richtung Nordosten von Spanien führte nach Oviedo.

Die Stadt präsendierte sich als neu erbauter Ort mit schönen Gebäuden, dazwischen die Sehenswürdigkeiten, wie die Kathedrale und andere Kirchengebäude.

Bedingt durch das schöne angenehme Wetter waren die Straßencafes belegt.

Nach langer Suche fanden wir den Campingplatz Playa de Troenzo in der Nähe von Llanes. Unser Stellplatz war direkt über einer Meeresbucht.




Eckgebäude in der Calle Urían


Parkanlage in Llanes


Campingplatz Playa de Troenzo


Bei einem Spaziergang durch Llanes waren wir ganz begeistert von der Parkbepflanzung.
Für den 17.02.2004 war eine Rundfahrt durch die Picos de Europa, den größten Nationalpark Europas, angesagt.

Cangas de Onís ~ Covadonga



Cangas de Onís


Cueva Santa


Kirche von Covadonga


Unser nächstes Ziel war Covadonga. Da wir schon relativ früh dort waren, konnten wir die Grotte Cueva Santa und die Kirche in Ruhe ansehen. Aber die anwachsende Besuchermasse vertrieb uns sehr schnell. Bald waren die Berggipfel, die wir von der Kirche aus sahen unter uns. Auf der relativ gut ausgebauten Bergstrasse wurden wir nur von Kühen aufgehalten, die auf die Weide getrieben wurden.

Lago Enol und Lago Ercina

Nicht nur die Gegend um die beiden Bergseen war beeindruckend, sondern auch die Zufahrt. Einige Berggipfel die wir von Covadonga aus bestaunten lagen unter uns. Die Anlagen um die beiden Seen waren gut ausgebaut. Warum dies erforderlich war, zeigten die vielen Besucher.




Lago Enol


Mirador Andrin


Die Schluchtwanderung am Río Cares war aus Zeitgründen nicht möglich. Vom Mirador Camarena hatten wir aber eine gute Aussicht in die Schlucht. Unser Weg führte zurück ans Meer. Vom Aussichtspunkt Andrin, östlich von Llanes konnten wir die Nebelwolken, die über dem Meer hingen, von oben sehen.


Comillas

In Meeresnähe konnten wir uns bei der Weiterfahrt am 18.5.2004 auch wieder auf den Nebel verlassen. Unser erstes Ziel war der Ort Comillas.




Palacio de Sobrellano


Gaudis El Capricho


Bevor wir unsere gewünschte Besichtigungsstelle gefunden hatten, wurden wir von dem beeindruckenden Palacio de Sobrellano überrascht.

Santillana, Santander und Castro Urdiales

Santillana unser nächstes Ziel wurde sogar als "Die schönste Stadt Spaniens" bezeichnet. Mir fehlt dazu leider der vollständige Vergleich, aber sehenswert war der Ort Santillana del Mar allemal. Beeinflusst von Nebelbänken war auch die Besichtigung von Santander außerplanmässig kurz. Trotzdem war der Spaziergang im Hafen sehr reizvoll.




Santillana


Hafen von Santander


Castro Urdiales


Historische Architektur kann Santander offensichtlich nicht mehr bieten, aber davon wollen wir uns bei einem längeren zukünftigen Aufenthalt selbst überzeugen. Einen guten Campingplatz fanden wir in Islares. Am 19.5.2004 besichtigten wir das 7 km entfernte Castro Urdiales. Das Stadtbild wird von der Iglesia de Santa Maria und von der in einen Leuchtturm umgewandelten Burg, geprägt.

Bilbao

Spanien - Nordspanien - Bilbao - Guggenheim-Museum Guggenheim-Museum

Nach einer Suchfahrt durch die Stadt fanden wir bei der Weiterfahrt am 20.5.04 das Guggenheimmuseum in Bilbao. In der Nähe gab es auch reichlich Parkplatz, im Gegensatz zur restlichen Stadt.

Das Gebäude war beeindruckend.

Fotographier- und Filmverbot waren wie ein Großteil der gezeigten Bilder nicht unser Geschmack.

Der kurze Abstecher in die Stadt war zumindest eine kleine Anregung für einen weiteren Besuch.

In Orio fanden wir einen Campingplatz am Meer.


San Sebastián



San Sebastián - Monte Urgull


Blick vom Monte Urgull


Spanien - Nordspanien - Herz-Jesu-Statue am Berg Urgull Herz-Jesu-Statue


Im Vergleich zu Bilbao waren die Sehenswürdigkeiten wie Altstadt, das Hafengebiet und der Aussichtspunkt Monte Urgull, in San Sebastián sehr leicht zu finden.

Der Aufstieg zum Monte Urgull war trotz der hohen Luftfeuchtigkeit notwendig. Wir wurden mit guter Aussicht auf die Altstadt, den Hafen, Inseln und die Playa de la Concha belohnt.

Unsere Kurzbesichtigung beendeten wir mit einem Spaziergang am Río Urumea.

Den 22.5.04 wollten wir eigentlich in Orio verbringen, aber kurz bevor es zu regnen anfing hatten wir den Campingplatz verlassen und die Heimreise angetreten.

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